christian ditsch – blog


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They selling us like fish

Folgenden Text habe ich bereits Ende Oktober 2016 für den evangelischen pressedienst (epd) geschrieben. Leider ist das, was mir der 18jährige Bubaka aus Gambia an Bord der Sea Watch-2 über sein Schicksal in der Hölle der Lager in Libyen erzählte, immer noch aktuell. Ich hoffe es geht ihm gut und das es mit seinem Traum geklappt hat.
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They selling us like fish
Bubaka war 15 Jahre alt, als er mit einem Freund aus seinem Heimatort Serekunda in Gambia aufgebrochen ist – in eine lebenswerte Zukunft in Europa. Das war 2014. In Serekunda, der mit ca. 70.000 Einwohnern größten Stadt im westafrikanischen Gambia, hatte er sich als Jugendlicher als Taxifahrer durchgeschlagen. Irgendwann reichte das Geld nicht mehr aus um seine Familie zu ernähren.
Als er von der Besatzung der Sea Watch-2 am 27. Oktober 2016 vor der libyschen Küste gerettet wird ist er 18. Es war sein dritter Anlauf über das Mittelmeer zu gelangen. Was er seit seinem Aufbruch erlebt hat, kann er kaum in Worte fassen. Seinen Weg bis nach Libyen mag er nicht beschreiben. Er zeigt ein verwaschenes T-Shirt, auf dem alle Menschen, die ihn auf seinem Weg länger begleitet haben, ihren Namen geschrieben haben. Das T-Shirt ist übersät mit Namen. „Von ihnen haben es nicht alle bis Libyen geschafft“ erzählt er und einige von ihnen haben die fürchterlichen Umstände in Libyen nicht überlebt, so auch sein Freund mit dem zusammen er sich auf den Weg gemacht hatte.


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Steine, Schafe, Wolken und jede Menge Löcher

Sechs Tage Wandern in den schottischen Highlands.

Nach sieben Jahren zog es mich wieder in die schottischen Highlands. Hat sich nicht viel verändert. Immer noch jede Menge Steine mit Landschaft, Schafe mit Steinen, Gegend mit verfallenen Castles und ein Loch nach dem anderen. Einfach schön. Nur Nessi fehlte wieder einmal. Die hatte wahrscheinlich Urlaub – war ja Pfingsten.

Hier gibt es mehr Fotos in Farbe (http://bit.ly/1QC0nbw) und als HDR (http://bit.ly/1MyD2Hm).


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Alles nur schwarz/weiß?

Ein durchaus interessanter Beitrag im ARD-Magazin ttt. Nur, so einseitig wie im Beitrag finde ich die Diskussion um die „Strassenfotografie“ falsch. Der Tenor vom armen Fotografen geht mir gegen den Strich. Es ist einfach sich hinter der Kamera zu verstecken. Sich auf die andere Seite zu denken anscheinend nicht möglich. Schade. Dabei gibt es mehr als nur schwarz und weiß. Es gibt 256 Grautöne.

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/mdr/2014/sendung-vom-07122014-102.html